Dreharbeiten des WDR im DRK-Trainingscenter

WDR Team bei der Liveübertragung

Der Verkehrsunfall auf dem Weg zur Arbeit, Kreislaufzusammenbruch beim Sport, Herzinfarkt im Büro oder die Vergiftung im Kinderzimmer – jetzt ist schnelle und beherzte Hilfe überlebenswichtig. Doch leider haben die meisten Angst, mit den falschen Handgriffen etwas zu verschlimmern und leisten keine Erste Hilfe. Dabei können auch Laienhelfer mit einfachen Maßnahmen helfen. Ein Erste Hilfe Kurs vermittelt diese verschiedenen Lebensrettenden Maßnahmen.

Dreharbeiten des WDR
Am 24.11.2011 war der WDR für Dreharbeiten zum Thema Erste Hilfe zu Gast in der Landesschule Nordrhein (LANO) des Deutschen Roten Kreuz in Simmerath.

Der letzte Erste Hilfe Kurs der Redakteurin Andrea Grießmann liegt bereits 20 Jahre zurück, und so ist sie die optimale Versuchsperson als Erst Helferin. Drei typische Unfallszenarien werden mit speziell geschminkten und geschulten Verletztendarstellern simuliert. Vor der ersten Simulation, einem Verkehrsunfall, ist eine deutliche Nervosität und Unruhe bei ihr zu spüren, was sich aber sehr rasch legt. Frau Grießmann kommt als erste und einzige Helferin an diesem Unfall vorbei. Das Wissen aus dem letzten Kurs kann sie zwar nicht mehr komplett abrufen, aber die wichtigsten Maßnahmen sind wieder sofort präsent. Als erstes zieht sie die Handbremse an und sorgt für ihren Eigenschutz. Erst dann greift sie beherzt zu und befreit den Verletzten aus seinem Auto. Sie bleibt beim Verletzten und übergibt ihn an das ankommende Rettungsdienstpersonal.

Auch der nächsten Simulation, einen Herzinfarkt mit anschließender Reanimation stellt sich die Redakteurin. Hier hat der Verletzte nur durch ihr mutiges Eingreifen eine Überlebenschance. Beim letzten Szenario, einer Schnittverletzung in der Küche, weiß Frau Grießmann ebenfalls durch ihr besonnenes Eingreifen zu helfen. In den letzten 20 Jahren hat sich zwar vieles an den Maßnahmen in einem Erste Hilfe Kurs verändert, aber das Beispiel zeigt, nur keine Maßnahme durchzuführen ist falsch.

Notfallmedizinisches Simulationscenter in Simmerath
Gerade bei der Ersten Hilfe spielt das trainieren der richtigen Maßnahmen unter möglichst realistischen Bedingungen eine besonders große Rolle. Die Ersthelfer müssen die meist vor langer Zeit erlernten Maßnahmen unter schwierigen Bedingungen und Zeitdruck durchführen. Aus diesem Grund hat die LANO ein notfallmedizinisches Simulationscenter konzipiert und aufgebaut. Neben realistischen Kulissen verfügt das Simulationscenter über ein ausgeklügeltes technisches System, das erst auf den zweiten Blick auffällt. Optische und akustische Simulationen ermöglichen den Lernenden hautnahe Erfahrungen. Besondere Situationen, wie beispielsweise die Rettung aus Höhe und Enge einer Fahrerkabine bei LKW-Unfällen können in der Praxis sicher erlernt und geübt werden. Erschwerte Umgebungsbedingungen durch herumstehende „Gaffer“ machen die Szenarien absolut realistisch. Mit diesen technischen Möglichkeiten eignet sich das Trainingscenter hervorragend als Kulisse für Filmaufnahmen und Fotoshootings.

Nur Nichtstun wird bestraft!                                 
Das Deutsche Rote Kreuz ist die größte deutsche Hilfsorganisation. Unterstützt wird das DRK von rund vier Millionen Mitgliedern, rund 400.000 Ehrenamtlichen und rund 90.000 hauptberuflich Beschäftigte. Die Ausbildung der Bevölkerung in Erster Hilfe (Breitenausbildung) ist ein wichtiges Tätigkeitsfeld des DRK. Die Situationen die eine Erste Hilfe Leistung nötig machen sind so vielfältig wie das Leben selbst. Doch die wenigsten sind darauf vorbereitet, in diesen Notfällen das Richtige zu tun. Dabei verlangt nicht nur unser sittliches Empfinden bei Unfallsituationen oder Menschen in Not zu helfen, es ist sogar eine rechtliche Pflicht.

Erste Hilfe   
Unter Erster Hilfe versteht man die ersten Hilfsmaßnahmen, die an Ort und Stelle eingeleitet werden, bevor der Verletzte in ärztliche Behandlung kommt. Wirkungsvolle Erste Hilfe setzt eine gute Ausbildung voraus, denn die plötzliche Notwendigkeit zur Hilfeleistung lässt kaum Zeit, nachzulesen, welche Art von Erster Hilfe geleistet werden muss. Mit ca. 15.000 Ausbildern bildet das DRK pro Jahr rund 1,1 Millionen Menschen in Erster Hilfe aus. Das macht einen Markanteil von 65% aus.

Irrtümer und Mythen
So unterschiedlich die Notfall-Situationen, auch sind, so vielfältig sind auch die Irrtümer und Hausmittel. Als Beispiel sei hier die Verbrennungswunde genannt. Jeder hat schon einmal gehört, dass Verbrennungen gekühlt werden müssen, doch gerade hier kursieren viele Mythen. Die bekannten Hausmittel aus Omas Zeit sind zum Backen, aber nicht für Brandwunden geeignet. Viele dieser Hausmittel richten mehr Schaden an, als sie tatsächlich helfen. Oft werden Wunden verschlimmert, oder ernsthafte Schäden verursacht. Aber nicht nur die falschen Hausmittel können in der Ersten Hilfe zur Gefahr werden, sondern auch die diversen Irrglauben, die im Volksmund kursieren. Ein absolut lebensgefährlicher Irrglauben besteht bei bewusstlosen Motorradfahrern. Hier sind sich die meisten Menschen einig, der Verletze darf nicht bewegt werden und der Helm muss aufbleiben. Doch gerade diese Verhaltensweise kann bei bewusstlosen Motorradfahrern zum Tode führen. Richtig ist: Dem Verletzten muss der Helm abgenommen werden und anschließend bei vorhandener Atmung, in die stabile Seitenlage gebracht werden.

Zusammenfassend muss noch einmal gesagt werden, jeder kann und muss Erste Hilfe leisten. Lehrgang zum Training der Ersten Hilfe Maßnahmen bietet das DRK vor Ort an. Einen kleinen Rundumblick bietet das Deutsche Rote Kreuz mit „Erste-Hilfe-Online“ Link hier.

 
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Kontakt:

Marion Heinen Seminarverwaltung

Tel.: 0211-3104-111

Fax: 02473-92720-27

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