Praxisanleiter (Rettungsdienst und/oder Gesundheits- und Krankenpflege)

Ein Praxisanleiter während seiner Tätigkeit in der Ausbildung auf der Lehrrettungswache

Die berufspädagogische Weiterbildung zum Praxisanleiter im Rettungsdienst und/oder in der Gesundheits- und Krankenpflege soll grundsätzlich zur Mitwirkung bei der Berufsausbildung künftiger Notfallsanitäter oder angehender Gesundheits- und Krankenpfleger befähigen. Praxisanleiter übernehmen hierbei die Aufgaben der sog. Praxisanleitung, die von der Praxisbegleitung durch die ausbildenden Berufsfachschulen zu unterscheiden ist. Sie sind für die theoretische und praktische Ausbildung von Auszubildenden für den Beruf des Notfallsanitäters aber auch für die Ausbildung oder Betreuung von anderen Praktikanten (z.B. Rettungshelfer, Rettungssanitäter) auf der Lehrrettungswache verantwortlich. Hierbei fungieren sie als wichtiges Bindeglied zwischen schulischer Ausbildung und praktischer Tätigkeit. Sie sollen die Auszubildenden dazu befähigen, die im schulischen Unterricht erworbenen Kenntnisse und Fertigkeiten zu vertiefen und in der beruflichen Einsatzpraxis anzuwenden, damit in enger Verzahnung zwischen schulischer und fachpraktischer Ausbildung in der Lehrrettungswache die erforderliche Handlungskompetenz entwickelt werden kann.

Folgende typische Funktionen und Aufgaben entfallen auf einen Praxisleiter:

  • Anleitungen planen, durchführen und evaluieren
  • Abstimmung mit der Praxisanleitung der Schule
  • Einsatznachbesprechungen
  • Forderung und Förderung der Auszubildenden
  • Integration von theoretischen Ausbildungsinhalten in die praktische Tätigkeit
  • Beratung und Unterstützung der Auszubildenden in arbeitsrechtlichen und die Ausbildung betreffenden Fragen
  • Lernberatung
  • fachliche und organisatorische Vorbereitung der praktischen Ausbildung
  • Zusammenarbeit mit der Rettungsdienstschule
  • Überwachung und Kontrolle des Ausbildungsfortschritts
  • ggf. Mitwirkung als Fachprüfer im Prüfungsausschuss bei der Notfallsanitäterprüfung
  • Vorschlag von und Zusammenarbeit mit Notfallsanitätern, die den Auszubildenden während Einsätzen begleiten
  • etc.

Wer ist grundsätzlich zur Praxisanleitung in den Lehrrettungswachen gem. Gesetz (hier: NotSan-APrV) geeignet?

Personen, die…

  • NotfallsanitäterInnen oder Rettungsassistentinnen / Rettungsassistenten sind
  • über eine Berufserfahrung als Notfallsanitäterin oder Notfallsanitäter von mindestens zwei Jahren verfügen
  • über eine berufspädagogische Zusatzqualifikation im Umfang von mindestens 200 Stunden verfügen (kann parallel zur Berufserfahrung erworben werden)

Wichtig: Die zuständige Behörde kann bis zu fünf Jahre nach Inkrafttreten der NotSan-APrV Ausnahmen vom Umfang der berufspädagogischen Zulassungsqualifikation zulassen. Bis zum Ablauf von sieben Jahren nach Inkrafttreten der NotSan-APrV ist zur Erfüllung der Voraussetzung nach § 3 Satz 2 Nummer 1 Buchstabe b auch eine zweijährige Berufserfahrung als Rettungsassistentin oder Rettungsassistent ausreichend.

Wie in der Vergangenheit gibt es auch derzeit keine bundeseinheitliche Ausbildungsordnung für Praxisanleiter. Hier zeichnen sich jedoch die Länder verantwortlich und haben rechtliche Regelungen zu konkreten Inhalten und Rahmenbedingungen dieser berufspädagogischen Zusatzqualifikation vorgeschrieben. Die aktuell gültigen Regelungen zur Ausbildung von Praxisanleitern im Rettungsdienst können Sie dem Teil 1 der sog. Ausführungsbestimmungen zur Ausbildung zum Notfallsanitäter in NRW entnehmen. Sie finden diese hier. Weitere Details enthalten zudem die mitgeltenden Anlage 5 und Anlage 6.

Drei maßgeschneiderte Weiterbildungsangebote!

Wer bereits über einen Nachweis als "Lehrrettungsassistent" verfügt, kann sich durch eine zweiwöchige Weiterbildung zum Praxisanleiter qualifizieren. Wichtig: Anerkannt werden hierbei lediglich die Qualifikation zum Lehrrettungsassistenten, welche an staatl. anerkannten Rettungsdienstschulen der Hilfsorganisationen oder der Feuerwehren erworben wurden oder Ausbildereignungsprüfung (IHK) oder Ausbilderlehrgang gem. § 15 a LVO NRW oder Zug- oder Gruppenführerlehrgang Berufsfeuerwehr (B III / B IV). Im Jahr 2016 bieten wir Ihnen folgende Seminartermine zum Preis von jeweils 700,00 Euro an:

  • ZUSATZSEMINAR: 12.12.-16.12.2016 (erste Seminarwoche) und 20.02.-24.02.2017 (zweite Seminarwoche) am LANO Standort Düsseldorf
  • 06.02.-17.02.2017 am LANO Standort Simmerath
  • 12.06.-23.06.2017 am LANO Standort Simmerath
  • 09.10.-20.10.2017 am LANO Standort Simmerath

(Schaubild: Modell „Klassisch“)

Alternativ kann auch durch den Besuch und Abschluss von drei Modulen des Zertifikatslehrgangs "Dozent im Gesundheitswesen" die Qualifikation des Praxisanleiters erreicht werden. Dies ist insbesondere zu empfehlen, wenn eine Weiterqualifizierung zum Dozenten oder ein berufsbegleitendes Studium der Berufspädagogik langfristig in Betracht gezogen wird.                       (Schaubild: Modell „Zertifiziert“ 1)

Als Rettungsassistent, Notfallsanitäter oder mit einem anderen Ausbildungsabschluss in einem Pflegefachberuf, kann durch den Besuch und Abschluss von fünf Modulen des Zertifikatlehrgangs "Dozent im Gesundheitswesen" die Qualifikation des Praxisanleiters erreicht werden. Eine Weiterqualifizierung zum "Dozent im Gesundheitswesen" ist danach jederzeit möglich. Außerdem besteht ggf. die Möglichkeit ein berufsbegleitendes Studium der Berufspädagogik – unter Anrechnung der erbrachten Leistungen – anzuschließen.
(Schaubild: Modell „Zertifiziert“ 2)


 

Hier können Sie unseren Flyer zum Weiterbildungsangebot "Praxisanleiter" downloaden.

Die erforderlichen Teilnahmevoraussetzungen finden Sie hier.

Bei Interesse finden Sie hier weitere Informationen zu einem Studium an der DRK LANO!

 
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Kontakt:

Marion Heinen Seminarverwaltung

Tel.: 0211-3104-111

Fax: 02473-92720-27

lano-ret(at)drk-nordrhein.net

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