Rettungssanitäter (gem. RettAPO NRW)

Ein Rettungssanitäter versorgt eine hilfebedürftige Person

Rettungssanitäter (RettSan) sind für den Rettungsdienst ausgebildete Personen. In der Ausbildung werden die Grundlagen der Notfallmedizin und Techniken der Rettung schwer verletzter oder erkrankter Personen erlernt.

Die Ausbildung zum Rettungssanitäter ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz unterschiedlich definiert. Der Volksmund nennt häufig jegliches nichtärztliches Rettungsfachpersonal Rettungssanitäter. Bei einer Nutzung in diesem Sinn ist der Ausdruck – genau wie die noch allgemeinere Bezeichnung „Sanitäter" – nicht verknüpft mit der tatsächlichen Qualifikation des Helfers. Rettungssanitäter kommen in Deutschland im Rettungsdienst zum Einsatz, beim qualifizierten Krankentransport als Transportführer auf einem Krankentransportwagen und in der Notfallrettung als Teil der Besatzung eines Rettungswagens, Notarztwagens oder Notarzteinsatzfahrzeuges. Bei Letzterer gehört es zu ihren Aufgaben, die Versorgung des Patienten einzuleiten und Notarzt sowie Notfallsanitäter (bzw. Rettungsassistent) bei der Wiederherstellung bzw. Aufrechterhaltung lebenswichtiger Körperfunktionen und der Herstellung der Transportfähigkeit des Patienten zu unterstützen. Die Besetzung der Rettungsmittel im Land NRW ist im Rettungsdienstgesetz des Landes NRW (RettG NRW) geregelt.

Geregelt ist die Ausbildung zum Rettungssanitäter durch die „Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für Rettungssanitäter und Rettungshelfer“ (RettAPO NRW) des Landes NRW.

Ausbildung:

Die Ausbildung richtet sich nach den „Grundsätzen zur Ausbildung des Personals im Rettungsdienst“ des Bund-Länderausschusses „Rettungswesen“ vom 20. September 1977, ist in den meisten Bundesländern gesetzlich geregelt, nicht jedoch durch ein Bundesgesetz. Sie umfasst 520 Stunden und gliedert sich in vier Teile:

  • Zuerst werden im Verlauf von 160 Stunden theoretische Grundlagen gelernt. Die behandelten Inhalte umfassen dabei Basiswissen zur Anatomie und Physiologie, allgemeine Inhalte und Maßnahmen der Notfallmedizin, spezielle Notfallkenntnisse zu wichtigen Fachgebieten (Innere Medizin, Chirurgie, Neurologie, Psychiatrie, Pädiatrie etc.), weiter Themen zur Struktur des Rettungsdienstes sowie rechtliche und technische Inhalte. Praktische Übungen der Notfalltechniken sind ebenfalls ein integraler Bestandteil der Ausbildung.
  • Weitere 160 Stunden entfallen auf ein klinisches Praktikum in den Bereichen Notfallambulanz, Intensivstation und Anästhesie, in denen weitere medizinische Maßnahmen wie Vorbereiten einer Infusion, Assistenz bei der Intubation, Umgang mit Medikamenten, Patientenüberwachung, (klinische) Patientendokumentation etc. vermittelt werden.
  • Ebenso erfolgt ein 160-stündiges Praktikum auf einer Lehrrettungswache, mit Notarztdienst mit vorgeschriebenen Praktikantenschichten und der dazugehörigen Dokumentation auf Krankentransportwagen (KTW), Rettungswagen (RTW) oder Notarzteinsatzfahrzeugen (NEF).
  • Als letzter Teil der Ausbildung folgt ein Abschluss- und Prüfungsseminar im Umfang von 40 Stunden mit einer schriftlichen, mündlichen und praktischen Prüfung.

Eine tabellarische Übersicht der erforderlichen Kriterien zur Teilnahme an unseren Ausbildungen zum Rettungssanitäter etc. finden sie hier.

Hier finden Sie eine schematische Darstellung über die Ausbildung zum Rettungssanitäter.

Unsere Seminare für das Jahr 2017 zur theoretischen Ausbildung zum Rettungssanitäter finden sie hier.

Die vorgenannten Abschluss- und Prüfungsseminare für das Jahr 2017 finden Sie hier.

 

 

 
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Kontakt:

Marion Heinen Seminarverwaltung

Tel.: 0211-3104-111

Fax: 02473-92720-27

lano-ret(at)drk-nordrhein.net

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