Reportage "Qualifikation Intensivtransport"

Marion Heinen

Seminarverwaltung

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Gerade war der Patient noch stabil. Jetzt sinken Herzfrequenz und Blutdruck rapide. Und auch die anderen Werte, die auf dem Bildschirm Auskunft über den Zustand des Patienten geben, sind alarmierend. In der rollenden Intensivstation sind nun Fachkenntnisse, kühle Köpfe und vor allem perfekte Teamarbeit gefragt. Während zwei Rettungsassistenten des Roten Kreuzes und ein Arzt im Intensivtransportwagen (ITW) alles tun, um die Krisensituation zu meistern, verfolgen ein Dutzend DRK-Kollegen und Mediziner des Krankenhauses Düren jede ihrer Aktionen einige Meter weiter auf einem großen Bildschirm. Denn die Szene spielt in der Simmerather Landesschule des Deutschen Roten Kreuzes, wo die LANO und das Krankenhaus Düren gemeinsam den Qualifikationslehrgang "Intensivtransport" gemäß den Empfehlungen der DIVI durchführen.

Drei Tage lang dreht sich dort alles um den Transport von Intensivpatienten von einer Klinik in die andere. Dabei können Ärzte, Intensivpfleger und Rettungsassistenten die herausragenden Möglichkeiten des notfallmedizinischen Trainingscenters nutzen, das im Jahr 2010 in Simmerath eröffnet wurde. Zum Beispiel den modernen ITW mit beeindruckender Ausstattung und einer Größe, die sogar eine Verlegung des Patienten im Krankenbett erlaubt. Oder den Patientensimulator in diesem Wagen, der ferngesteuert wie ein Mensch auf medizinische Handlungen anspricht.

„Die Möglichkeiten in Simmerath sind hervorragend“, sagt Prof. Dr. med. Stefan Schröder, Chefarzt der Klinik für Anästhesiologie, operative Intensivmedizin und Schmerztherapie am Dürener Krankenhaus. Er habe deshalb das Angebot zur Kooperation sehr gerne angenommen, betont Schröder, der die ärztliche Leitung des Kurses übernommen hat. „Wir profitieren von der Ausstattung in der DRK-Landesschule, die Training auf höchstem Niveau ermöglicht, und das DRK profitiert von unserer medizinischen Kompetenz“, spricht Schröder von einer für beide Seiten positiven Zusammenarbeit. Dabei stehen der Erfahrungsaustausch und das Voneinander-Lernen im Mittelpunkt. Eine ausgesprochen offene Atmosphäre zum Beispiel beim Reflektieren über die praktischen Übungen erleichtert dies sehr. 

Neben Kursleiter Schröder stellt das Dürener Krankenhaus etwa 15 weitere Referenten für den Kurs, der ein breites Repertoire intensivmedizinischer Krankheitsbilder beleuchtet und viele Übungen zur Anwendung spezieller Techniken bietet.